«Als äusserst wichtig empfinde ich
immer wieder die Begegnung mit
der Vergangenheit und deren grossem
Fundus: Er legt die Basis für viele
Neuinterpretationen.»
Martin Leuthold, Art Director der Firma Jakob Schlaepfer AG zum Thema „Inspiration“,
Hochparterre, 9/2004, S. 18

Das Strohmuseum im Park möchte inspirieren. Wir fördern die Begegnung mit der Vergangenheit und öffnen unseren Fundus für junge Designerinnen und Designer. Das reiche Erbe der Hutgeflechtindustrie soll prüfenden Blicken ausgesetzt werden und neue Perspektiven eröffnen. Welche Techniken, Materialien, Produkte ziehen auch im 21. Jahrhundert noch Aufmerksamkeit auf sich? Was lässt sich entstauben, neu kombinieren und in die Gegenwart transferieren?

Das möchten wir von dir wissen!

Willkommen sind Vorschläge von unterschiedlicher Materialität und Funktion:
Gebrauchsgegenstände, Dekor, Möbel, Textilien, Kleidungsstücke:
Reiche deine Idee bei unserem Wettbewerb ein.
Zu gewinnen gibt es Preisgeld von insgesamt 9000 Franken sowie eine
Ausstellung zu den besten zwölf Projekten.

Aufgabenstellung

Gehe mit offenen Augen durch das Strohmuseum im Park. Informiere dich, lass dich faszinieren von der Geschichte der Hutgeflechtindustrie, schau dir die filigranen Produkte an, studiere die Flechttechniken, betaste die Materialien. Und lass dich inspirieren!

Wie könnte das, was im Museum bewahrt wird, heute eine neue Verwendung finden? Gibt es Formen, die dich an heutige Dinge erinnern? Muster, die dir zeitlos schön oder unerwartet modern erscheinen? Techniken, mit welchen sich zeitgenössische Produkte fabrizieren lassen?

Fokussiere dich auf ein einzelnes Produkt oder eine Herstellungstechnik. Beschreibe und analysiere sie. Mache einen Vorschlag, wie sie eine neue Verwendung finden können. Wir möchten in der Ausstellung materialisierte Produktideen ausstellen. In der Umsetzung bist du vollkommen frei. Ob du deine Idee in ein Möbelstück, einen Gebrauchsgegenstand, Schmuck oder Stoff umsetzt – das ist dir überlassen. Auch in der Wahl der Materialien ist deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Produktideen müssen nicht aus Stroh gefertigt sein.
Wir sind gespannt auf deine Vorschläge!

Vorgaben

Die Idee für das neue Produkt geht von einem historischen Objekt oder einer Technik der Hutgeflechtindustrie aus. Die Inspiration für das neue Produkt muss nachvollziehbar sein.

Die Neuinterpretation orientiert sich an der Gegenwart. Das Produkt ist keine schlichte Reproduktion von historischen Produkten, vielmehr hat es eine Funktion in der modernen Welt. Seine Umsetzung ist originell und die Ästhetik wirkt zeitgemäss.

Das Produkt eignet sich für die Präsentation in der geplanten neuen Sonderausstellung. Der Prototyp kann in einer Vitrine 80 x 80 x 60 cm (hbt) präsentiert werden. Die verwendeten Materialien sind beständig und reagieren nicht übermässig sensibel auf Licht und Feuchtigkeit.

Veranstalter

Der Wettbewerb wird von der Stiftung Freiämter Strohmuseum ausgeschrieben. Damit wird folgendes Ziel verfolgt: Das Strohmuseum im Park soll nicht nur ein Museum sein, das aus der Vergangenheit erzählt. Es soll darüber hinaus zu einem Kompetenzzentrum für die Neuinterpretation traditioneller Techniken, Materialien und Formen werden. Der Wettbewerb soll das Strohmuseum im Park mit jungen Kreativschaffenden in Kontakt bringen.

Preise

  • 1. Preis: 5000 Franken
  • 2. Preis: 3000 Franken
  • 3. Preis: 1000 Franken
Die drei Gewinnerprojekte sowie neun weitere Wettbewerbsbeiträge werden als Teil der neuen Sonderausstellung während eines Jahres dem Publikum präsentiert. In den Vitrinen werden nicht nur die Prototypen zu sehen sein, sondern es wird den Besuchenden auch Einblick in den Gestaltungsprozess vermittelt.
Es werden Beiträge in Schrift, Bild und / oder Ton mit den Wettbewerbsgewinnern realisiert und in die Werkschau integriert.

Ausstellung

Der Wettbewerb ist ein wichtiger Bestandteil der neuen Sonderausstellung im Strohmuseum im Park. Im April 2015 wird eine Ausstellung zum Thema «Inspirationen» eröffnet.

Die Ausstellung widmet sich dem künstlerischen Umgang mit dem Stroh. Sie geht historischen und zeitgenössischen Schöpfungen nach und fragt nach dem Zusammenspiel von Inspiration und Kreation. Ein erster Ausstellungsteil befindet sich im Sonderausstellungsraum im Parterre des Museums. Hier wird ein Blick auf die Schätze aus der Vergangenheit geworfen. Anhand ausgewählter Beispiele wird dem kreativen Schaffensprozess in Kunsthandwerk und Mode ausgehend vom Rohstoff Stroh und seinen Verarbeitungsformen nachgegangen.

Der zweite Teil der Ausstellung im Museumspark erlaubt den Besuchenden den Blick in die Zukunft zu richten. Entlang der Südostseite des Museums empfängt sie eine Werkschau aktueller Designarbeiten, die von der Strohindustrie inspiriert sind. Ausgewählte Arbeiten befinden sich in Exportkisten nachempfundenen Vitrinen auf einer im Park aufgebauten Rampe – sinnbildlich für neue Ware, die angeliefert wird, bzw. für Objekte, die vielleicht den Weg in die Sammlung des Strohmuseum im Park finden. Die verschiedenen Prototypen sollen illustrieren, dass der Nachlass der Industrie auch im 21. Jahrhundert inspiriert. Dokumentationen in Schrift, Bild und Ton erläutern den Entstehungsprozess der entwickelten Produkte.

Jury

Eine Jury bewertet die eingereichten Ideen. Das Gremium ist mit Experten im Bereich Design und Vertreterinnen des Strohmuseum im Park besetzt:

Christoph Schindler (Präsident)

Leiter Objektdesign Hochschule Luzern – Design & Kunst und Partner der Firma schindlersalmerón

Doris Kurzmeyer

Leiterin Studienrichtung Materialdesign Hochschule Luzern – Design & Kunst

Agathe Kern

Leiterin Textildesign Weiterbildung Textildesign HF Schule für Gestaltung Basel, Inhaberin des Labels b:witch'd für Küchentextilien

Rolf Hellat

Filmemacher und Inhaber des Labels le Tom

Anna Hegi

Leiterin Strohmuseum im Park

Ruth Portmann

Stiftungsrat und Freundeskreis Freiämter Strohmuseum
Organisation Wettbewerb und Vorprüfung Jurierung:
Michelle Huwiler
imRaum. Furter Handschin Rorato

Workshop

Wir empfehlen die Teilnahme am Workshop als Vorbereitung für die Projekteingabe. Der Workshop liefert wichtige Informationen zur Aufgabenstellung des Wettbewerbes. Er macht die Begegnung mit der Geschichte möglich und entfacht die Inspiration.

Der Workshop findet am Samstag 12.07.2014 und am Dienstag 15.07.2014 statt.
Anmeldungen werden bis am 05.07.2014 entgegen genommen.

Programm: 10.00 bis 15.30 Uhr

• Führung durch das Museum
• Präsentation Wettbewerb
• Einblick in Archiv und Literatur
• Kurze Mittagspause: Picknick im Park, Verpflegung ist selber zu organisieren
• Vorführung von Flechttechniken mit Ottilia Leemann,
Expertin für Strohkunst
• Multimedialer Vortrag: Von der Idee zum Produkt:
Rolf Hellat berichtet von den Erfahrungen mit seinem Label LeTom.

Anmeldung für den Workshop

Anmeldungen werden bis am 05.07.2014 entgegen genommen.
Schicke deine Anmeldung mit folgenden Angaben an
wettbewerb@imraum.ch

• Vorname / Name
• Tätigkeit / Ausbildung
• E-Mail-Adresse
• Telefonnummer

Die Daten werden vertraulich behandelt.

Die Unterlagen vom Workshop findest du unter folgendem Link:
https://www.dropbox.com/sh/vclgcme0w7qc22o/AACzXasSJunoxCa_QiHDYVcIa

Teilnahme

Der Wettbewerb findet in einem zweistufigen Verfahren statt. In der ersten Runde reichen die Teilnehmenden ihre Projektidee bis am 31.07.2014 ein.

Die Fachjury sucht aus den anonymisierten Einsendungen bis am 10.08.2014 die zwölf besten Projektideen aus. Die Teilnehmenden werden kontaktiert und aufgefordert, ihre Idee in einen Prototyp umzusetzen und diesen zu dokumentieren. Dokumentation und Prototyp werden bis am 05.10.2014 dem Strohmuseum im Park zugestellt. Die Jury entscheidet im Oktober über die eingereichten Prototypen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Preisverleihung findet im November 2014 statt.

Das Strohmuseum im Parkt zeigt diese zwölf Eingaben im Rahmen einer Sonderausstellung ab April 2015 und publiziert die Projekte. Die Urheberrechte der Prototypen verbleiben bei den Teilnehmern.

Erste Runde

Reiche deine Idee für eine Neuinterpretation bis am 31.07.2014 ein.
Schicke dazu ein 3-seitiges pdf-Dokument an die Mailadresse wettbewerb@imraum.ch.
Unter den folgenden Punkten sind alle Angaben aufgelistet, die im pdf-Dokument enthalten sein müssen.
Bitte halte dich an die Vorgaben bezüglich Reihenfolge, Zeichenzahl und Bildanteil.

Bitte gebe folgende Personalien nicht auf der Eingabe, sondern in der Begleit-Mail an. Name, Alter, Tätigkeit/Ausbildung, Email-Adresse, Telefonnummer.

1. Inspiration

Beschreibe in einem kurzen Text deine Inspiration (Vorgaben: max. 2000 Zeichen, ein Foto und eine Skizze).
Was hat deine Aufmerksamkeit im Strohmuseum auf sich gezogen?
Was fasziniert dich am Produkt / an der Technik?

2. Neuinterpretation

Beschreibe in einem kurzen Text deine Idee zur Neuinterpretation (Vorgaben: max. 2000 Zeichen, zwei Skizzen).
Wie lässt sich das historische Produkt / die Technik in ein zeitgenössisches Produkt umsetzen?
Wie wird dein Produkt im modernen Alltag verwendet?

Zur Veranschaulichung haben wir eine Beispiel-Eingabe erstellt: pdf

Zweite Runde

Reiche deinen Prototyp sowie die Dokumentation bis am 05.10.2014 ein.
Schicke den Prototypen per Post an
Strohmuseum Wohlen
Bünzstrasse 5
5610 Wohlen
oder bringe ihn persönlich beim Museum vorbei.
Sende die Dokumentation an die Mailadresse wettbewerb@imraum.ch.
Das maximal 5-seitige pdf-Dokument enthält alle Angaben, welche unter den folgenden Punkten aufgelistet sind.
Bitte halte dich an die Vorgaben bezüglich Reihenfolge, Zeichenzahl und Bildanteil.

Bitte gebe folgende Personalien nicht auf der Eingabe, sondern in der Begleit-Mail an. Name, Alter, Tätigkeit/Ausbildung, Email-Adresse, Telefonnummer.

1. Inspiration

Fasse kurz zusammen, von welchem historischen Produkt / von welcher Technik deine Neuinterpretation ausgeht.
Warum hat dich dieses Produkt / diese Technik zur Neuinterpretation inspiriert?
Max. 2000 Zeichen

2. Prototyp

Beschreibe dein Objekt.
Welche Funktion hat es?
Wer braucht es wozu?
Beschreibe das Design deines Objektes:
Wie sieht es aus?
Aus welchen Materialien besteht es?
Max. 2000 Zeichen

3. Arbeitsprozess

Beschreibe deinen Arbeitsprozess in minimal drei, maximal fünf Schritten. Dokumentiere jeden Arbeitsschritt mit einem Foto oder einer Skizze.
Wie bist du zu deinem Prototyp gekommen?
Welche Experimente und Versuche hast du vorgenommen?
Welcher Entwurf hat zum Ziel geführt?

Impressum

Inhalt: imRaum. Furter Handschin Rorato
Gestaltung: Pit Ruch
Umsetzung: IT Dienstleistungen Res Nüssle

DESIGNWETTBEWERB
DES STROHMUSEUM
IM PARK